Freitag, 20. Juli 2012, 20:30 Uhr

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„Seine Beobachtungen treffen ins Schwarze, sein Wortwitz lässt die Zuschauer Tränen lachen. Fazit nach zweieinhalb Stunden: Eckenga macht den Wahnsinn erträglich“, schreibt die Süddeutsche Zeitung und trifft damit ebenso ins Schwarze. Immer häufiger stellt sich die Frage, ob es noch Verwirrung oder schon Irrsinn ist, was uns allen Tag für Tag entgegen schwappt.
Es wurde gemeldet, dass bereits neun von zehn Usern davon überzeugt sind, die Erde sei eine Scheibe. Kein Wunder, flat wie sie ist. The whole wide world passt auf einen Flachschirm. Gibt es in allen Formaten, von Angeber-X-Large bis Hosentasche. Ein ersatzkassenkartenkleines Handydisplay, Mäusekino für Weltbürger.
Ausschalten ist eine Möglichkeit. Das offene Fenster bietet eine Alternative. Die Experten, die den Mittelschlichten immer die ganz komplizierten Sachen erklären, sollen bitte nicht zu nah heran-, geschweige denn hereinkommen. Promi-Frisöre zum Klimawandel, Bild-Redakteure zur Menschenrechtscharta, 5-Sterne-Generäle zum Pazifismus, Bank-Vorstände zur Steuermoral, katholische Bischöfe zur Kindererziehung.
Wenn die einem zu sehr auf die Pelle rücken, lieber mal Fersengeld gegeben und flott raus aus den umbauten Räumen, eigene Spazier- und Gedankengänge gemacht.
Forschen, wie sich die Welt einem in den Weg oder zur Verfügung stellt. Das ist keine gemütliche Veranstaltung, aber für frische Luft ist gesorgt.
Alle Zeitfenster stehen auf Kippe.
